Seit gut einem Monat bin ich beim RAV (Regionale Arbeitsvermittlung) gemeldet.
Als Unterstützung bietet das RAV Kurse zu Bewerbungstechnik und Bewerbungsstrategie an. Wie es scheint müssen alle mit dem Einstiegs-Kurs beginnen, auch wenn das Interesse eher bei Spezielleren Themen (Dis-Qualifikation, Interview-Training) liegt.
Zum einen macht dies Sinn – seit meinem letzten derartigen Kurs vor 14 Jahren – hat sich einiges geändert. Anderes (Marketing-Technik, Brief-Layout) ist noch immer gleich.
Neu (für mich) ist, dass der CV immer auf die Stelle / den Stellenbeschrieb und das Umfeld angepasst wird. Es gibt ihn nicht mehr, der Lebenslauf der auf alles passt – einmal erstellt und Multifunktional. Obwohl das zum Zeitgeist von ‚user-centric‘ und Situativ passt, bedeutet dies einen beträchtlichen Mehraufwand auf Seiten des Verfassers.
So lästig der Mehraufwand auch ist, so generiert er Mehrwert. Zum einen beim Adressaten, welcher einfacher die Spreu vom Weizen trennt (wenn Mensch – bei Maschinen ist dies noch zu klären). Zum anderen beim Verfasser, der mehr prüfen muss auf wen und was er sich einlässt bevor er sich bewirbt und allenfalls bindet.
So gesehen kann dies auch eine Vereinfachung sein – finde ich keine passenden Worte, sind Unternehmen und Arbeit nichts für mich.